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Häufige Fehler beim Abpumpen (und wie man sie vermeidet)

Häufige Fehler beim Abpumpen (und wie man sie vermeidet)

Wenn Sie mit dem Abpumpen beginnen, scheint es manchmal, als wüsste jeder genau, wie es funktioniert. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass viele Mütter mit denselben Fragen und Herausforderungen konfrontiert sind. Warum tut das Abpumpen weh? Warum kommt weniger Milch als erwartet? Und woher weiß man eigentlich, ob man es richtig macht?

Als Mutter und aufgrund meiner Beteiligung bei Youha spreche ich regelmäßig mit Frauen, die unsicher werden, wenn das Abpumpen nicht sofort so läuft, wie sie es sich erhofft hatten. Das ist sehr verständlich. Abpumpen ist etwas, das man lernen muss, genau wie Stillen. Zum Glück können viele Herausforderungen mit dem richtigen Wissen und kleinen Anpassungen gelöst werden.

In diesem Blog bespreche ich häufig gemachte Fehler beim Abpumpen und gebe praktische Tipps für ein komfortableres und effektiveres Abpumpen.

Fehler 1: Denken, dass mehr Saugleistung immer besser funktioniert

Eines der häufigsten Missverständnisse ist, dass eine höhere Saugleistung automatisch zu mehr Milch führt. In Wirklichkeit ist das oft genau das Gegenteil.

Wenn die Saugleistung zu hoch eingestellt ist, kann dies Unbehagen oder sogar Schmerzen verursachen. Wenn Ihr Körper unter Spannung steht, kann dies den Milchspendereflex beeinflussen. Dadurch fließt die Milch manchmal schlechter.

Laut Stillberaterinnen ist es wichtig, eine Saugleistung zu wählen, die stark genug ist, um effektiv abzupumpen, aber gleichzeitig angenehm bleibt.

Mein Rat ist daher immer: Beginnen Sie langsam und erhöhen Sie die Einstellung nur, wenn es sich angenehm anfühlt. Schmerzen sollten kein Standardbestandteil des Abpumpens sein.

Fehler 2: Eine falsche Größe des Brustschilds verwenden

Viele Mütter wissen nicht, dass die Größe des Brustschilds einen großen Einfluss auf Komfort und Ausbeute hat.

Oft wird automatisch von der mitgelieferten Standardgröße ausgegangen, obwohl jede Frau eine andere Anatomie hat. Ein zu kleines oder zu großes Brustschild kann zu Reizungen, Schmerzen oder einer weniger effektiven Milchabgabe führen.

Ich stelle fest, dass viele Mütter überrascht sind, wenn sie entdecken, wie viel Unterschied die richtige Größe machen kann. Wenn Sie Zweifel an der Passform haben, ist es ratsam, Ihre Brustwarzengröße zu messen und zu überprüfen, ob das Brustschild richtig sitzt.

Eine bequeme Passform trägt nicht nur zu einer angenehmen Abpumpsitzung bei, sondern kann auch dazu beitragen, die Brust besser zu entleeren.

Fehler 3: Erwarten, dass eine Milchpumpe genauso funktioniert wie ein Baby

Dies ist vielleicht eine der größten Ursachen für Unsicherheit. Viele Mütter vergleichen die Menge der abgepumpten Milch mit der Menge der Milch, die ihr Baby trinkt. Wenn weniger Milch in der Flasche erscheint als erwartet, entsteht schnell der Gedanke, dass etwas nicht stimmt.

Aber eine Milchpumpe und ein Baby sind nicht dasselbe. Ein Baby stimuliert die Brust auf natürliche Weise durch Geruch, Hautkontakt und Saugverhalten. Eine Milchpumpe versucht, diesen Prozess so gut wie möglich nachzuahmen, bleibt aber ein Hilfsmittel.

Daher bedeutet eine geringere Abpumpmenge nicht automatisch, dass Sie nicht ausreichend Milch produzieren. Diese Nuance wird manchmal vergessen, obwohl gerade diese Einsicht viel Unsicherheit nehmen kann.

Fehler 4: Zu viel Fokus auf die Milchmenge

In diesem Zusammenhang stelle ich fest, dass viele Mütter sich stark auf die Zahlen konzentrieren. In den sozialen Medien sieht man regelmäßig Fotos von vollen Tiefkühltruhen und großen Milchvorräten. Obwohl das beeindruckend erscheinen mag, erzählt es nicht die ganze Geschichte.

Jede Mutter hat eine andere Milchproduktion. Einige Frauen produzieren mehr, als ihr Baby benötigt, während andere genau ausreichend Milch produzieren.

Beide Situationen können völlig normal sein. Wenn Sie während des Abpumpens ständig darauf achten, wie viel bereits in der Auffangschale ist, kann dies sogar zusätzlichen Stress verursachen. Und gerade Entspannung spielt eine wichtige Rolle für einen guten Milchspendereflex.

Versuchen Sie daher, nicht nur auf Milliliter zu achten, sondern auch darauf, wie Sie sich fühlen und wie Ihr Baby wächst und sich entwickelt.

Fehler 5: Unregelmäßiges Abpumpen

Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn Sie längere Zeit nicht stillen oder abpumpen, erhält Ihr Körper weniger Signale, dass Milch benötigt wird. Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt kann Regelmäßigkeit daher wichtig sein.

Das bedeutet nicht, dass Sie sich vollständig an einen strikten Zeitplan halten müssen. Das Leben mit einem Baby verläuft schließlich selten genau nach Plan.

Es hilft jedoch oft, einen Rhythmus zu finden, der zu Ihrer Situation passt. Dabei ist Konsistenz meist wichtiger als Perfektion.

Fehler 6: Zu lange Verwendung von Milchpumpenteilen

Dies ist ein Fehler, an den viele Mütter nicht sofort denken. Teile wie Membranen, Ventile und andere verschleißanfällige Komponenten verlieren mit der Zeit ihre optimale Funktion. Dadurch kann die Saugleistung abnehmen, wodurch es so aussieht, als würde sich die Milchproduktion ändern, obwohl das Problem eigentlich bei der Milchpumpe liegt.

Prüfen Sie daher regelmäßig, ob die Teile noch in gutem Zustand sind, und ersetzen Sie sie bei Bedarf. Eine gut gewartete Milchpumpe funktioniert oft angenehmer und effizienter.

Fehler 7: Denken, dass Schmerzen dazugehören

Vielleicht ist dies der wichtigste Fehler von allen. Ich höre immer noch regelmäßig von Müttern, dass sie denken, Schmerzen beim Abpumpen seien normal. Natürlich kann es am Anfang gewöhnungsbedürftig sein, aber anhaltende Schmerzen sind meist ein Zeichen dafür, dass etwas Aufmerksamkeit benötigt.

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

Wenn das Abpumpen Schmerzen bereitet, ist es ratsam, die Ursache zu untersuchen. Bleiben Sie nicht unnötig damit herum.

Kleine Anpassungen machen oft einen großen Unterschied

Was mir in Gesprächen mit Müttern auffällt, ist, dass viele Probleme rund um das Abpumpen oft auf einige relativ kleine Faktoren zurückzuführen sind.

Eine bessere Passform. Mehr Komfort. Weniger Druck. Ein angenehmerer Rhythmus. Oder einfach mehr Vertrauen in den eigenen Körper. Abpumpen muss nicht perfekt verlaufen, um erfolgreich zu sein.

Im Gegenteil: Gerade wenn Sie sich selbst Freiraum geben und eine Abpumpmethode wählen, die zu Ihrem Leben passt, werden Sie oft feststellen, dass es leichter durchzuhalten ist.

Deshalb finde ich es wichtig, dass Mütter Zugang zu zuverlässigen Informationen, ehrlichen Erfahrungen und Hilfsmitteln haben, die Komfort unterstützen. Letztendlich geht es beim Abpumpen nicht darum, bestimmte Mengen zu erreichen, sondern darum, Ihre Stillziele auf eine Weise zu unterstützen, die für Sie funktioniert.

Zum Schluss

Jede Mutter macht Fehler, wenn sie mit dem Abpumpen beginnt. Das gehört dazu.

Das Wichtigste ist nicht, dass alles sofort perfekt läuft, sondern dass Sie lernen, was für Ihren Körper, Ihr Baby und Ihre Situation funktioniert.

Indem Sie auf Komfort, Regelmäßigkeit, die richtige Passform und realistische Erwartungen achten, können Sie viele häufige Probleme vermeiden oder lösen.

Und denken Sie vor allem daran: Wenn etwas nicht so läuft, wie Sie es sich erhofft haben, bedeutet das nicht, dass Sie versagen. Oft liegt die Lösung näher, als Sie denken.

Über den Autor

Elles ist Mutter und maßgeblich an der Produktentwicklung bei Youha beteiligt. Aus ihren eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit Müttern sieht sie täglich, welche Fragen und Unsicherheiten rund um das Abpumpen und Stillen bestehen.

„Was ich Müttern immer mitgeben möchte, ist, dass Abpumpen etwas ist, das man lernen darf. Viele Frauen erwarten, dass es von selbst geht, aber das ist längst nicht immer der Fall. Seien Sie deshalb nicht zu streng mit sich selbst. Oft bewirken kleine Anpassungen einen viel größeren Unterschied, als man denkt.“

Liebe Grüße,
Elles Jannink-Baak
Youha Produktexpertin

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