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Brustmassage beim Stillen und Abpumpen: Wann kann sie helfen?

Brustmassage beim Stillen und Abpumpen: Wann kann sie helfen?

Während der Stillzeit werden Ihre Brüste stark beansprucht. Stillen, Abpumpen, eine sich ändernde Milchproduktion und manchmal gespannte oder empfindliche Brüste gehören für viele Mütter zu dieser Zeit. Brustmassage kann in bestimmten Momenten angenehm sein und wird auch regelmäßig beim Stillen und komfortablen Abpumpen eingesetzt.

Doch ich stelle fest, dass es auch viel Unklarheit darüber gibt. Sollten Sie Ihre Brüste vor jeder Abpumpsitzung massieren? Hilft Brustmassage, mehr Milch abzupumpen? Und sollte man eine harte oder empfindliche Stelle fester massieren?

Besonders bei letzterer Frage ist Vorsicht geboten. Härtere Massage ist nämlich nicht automatisch besser. In diesem Blog erkläre ich, wann Brustmassage beim Stillen und Abpumpen angenehm sein kann, wie Sie dies auf sanfte Weise tun können und wann es ratsamer ist, nicht selbst weiter zu massieren.

Was ist Brustmassage beim Stillen?

Mit Brustmassage meinen wir das sanfte Berühren, Massieren oder Komprimieren der Brust vor oder während einer Still- oder Abpumpsitzung. Ziel ist es nicht, mit Kraft Milch aus der Brust zu drücken. Betrachten Sie es eher als Unterstützung beim Stillen oder Abpumpen.

Auch beim manuellen Abpumpen werden Massage und sanfte Brustkompression eingesetzt. Die CDC nennt Massage beispielsweise als eine Möglichkeit, den Milcheinschuss vor der Handentleerung anzuregen.

Wie angenehm dies ist, variiert von Mutter zu Mutter. Die eine empfindet eine kurze Massage vor dem Abpumpen als entspannend, während eine andere kaum ein Bedürfnis danach hat. Es gibt also keine Regel, dass jede Mutter ihre Brüste vor jeder Still- oder Abpumpsitzung massieren sollte.

Wann kann Brustmassage angenehm sein?

Brustmassage kann zu verschiedenen Zeitpunkten rund um das Stillen und Abpumpen angewendet werden. Ich würde selbst vor allem zwischen Massage vor und während des Abpumpens unterscheiden.

1. Vor dem Abpumpen

Eine ruhige Vorbereitung kann helfen, entspannt in eine Abpumpsitzung zu starten. Achten Sie darauf, dass Sie bequem sitzen und versuchen Sie, Ihre Schultern und den Oberkörper zu entspannen. Sie können Ihre Brust anschließend sanft mit der Hand berühren und massieren.

Manche Mütter empfinden Wärme vor dem Abpumpen auch als angenehm. Dabei geht es vor allem um Komfort: Wärme sollte sich angenehm anfühlen und nicht heiß sein.

Besonders wenn Sie gehetzt oder angespannt sind, kann es helfen, sich bewusst ein paar Minuten Zeit zu nehmen, bevor Sie die Milchpumpe anlegen. Stress und Anspannung können den Milcheinschuss manchmal erschweren.

2. Während des Abpumpens

Auch während einer Abpumpsitzung können Sie vorsichtig Brustkompression anwenden. Dabei unterstützen Sie die Brust mit der Hand und üben sanften Druck aus, ohne dass dies schmerzhaft wird.

Wichtig ist, dass Sie nicht fest zudrücken und nicht versuchen, mit Kraft so viel Milch wie möglich aus der Brust zu bekommen. Mehr Druck bedeutet nicht automatisch eine bessere Abpumpsitzung.

3. Bei vollen oder gespannten Brüsten

Fühlen sich Ihre Brüste sehr voll an, zum Beispiel weil eine Stillmahlzeit später stattfindet als normal? Dann kann es manchmal angenehm sein, eine kleine Menge Milch von Hand abzupumpen, um die Spannung zu reduzieren.

Ziel ist dann vor allem Komfort. Ein strukturelles zusätzliches Entleeren der Brust, während Ihr Baby diese Milch nicht benötigt, kann Ihrem Körper justru ein Signal geben, mehr Milch zu produzieren.

Kann Brustmassage helfen, mehr Milch abzupumpen?

Dies ist wahrscheinlich eine der am häufigsten gestellten Fragen zur Brustmassage. Die Antwort erfordert etwas Nuancierung.

Massage und Brustkompression können bei einigen Müttern helfen, den Milchfluss in Gang zu bringen oder Milch während einer Abpumpsitzung zu entfernen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustmassage Ihre Milchproduktion erhöht.

Ihre Milchproduktion wird von vielen weiteren Faktoren beeinflusst. Denken Sie daran, wie oft und effektiv Milch aus der Brust entfernt wird, wie Ihr Baby trinkt, Ihre Abpumproutine und persönliche Umstände.

Pumpen Sie plötzlich strukturell weniger Milch ab? Dann schauen Sie nicht nur auf die Massage. Überprüfen Sie zum Beispiel auch die Passform Ihres Brustschilds, Ihren Abpump-Rhythmus und die Teile Ihrer Milchpumpe. Im Zweifelsfall bezüglich Ihrer Milchproduktion kann eine Stillberaterin mit Ihnen zusammenarbeiten.

So können Sie Ihre Brüste vor dem Abpumpen sanft massieren

Möchten Sie die Brustmassage in Ihre Abpumproutine integrieren? Dann halten Sie es vor allem einfach und bequem.

  1. Waschen Sie Ihre Hände, bevor Sie Ihre Brüste, Milchpumpe oder abgepumpte Milch berühren.
  2. Setzen Sie sich bequem hin und versuchen Sie, Ihre Schultern und Ihren Oberkörper zu entspannen.
  3. Beginnen Sie mit sanften Bewegungen. Massieren Sie die Brust ruhig mit Ihren Fingerspitzen oder der Handfläche. Es sollte nicht schmerzhaft sein.
  4. Platzieren Sie anschließend Ihre Milchpumpe richtig. Achten Sie darauf, dass Ihre Brustwarze zentriert ist und verwenden Sie ein passendes Brustschild.
  5. Verwenden Sie während des Abpumpens bei Bedarf sanfte Brustkompression, wenn Sie feststellen, dass dies angenehm wirkt.

Sie müssen daraus keine komplizierte Technik machen. Das Wichtigste ist, dass Sie auf Ihren Körper hören. Tut etwas weh? Dann hören Sie mit der Massage auf und versuchen Sie nicht, das Problem durch zusätzlichen Druck zu lösen.

Harte Massage bei einer harten oder schmerzhaften Stelle? Lieber nicht

Dies ist ein wichtiger Punkt, da immer noch veraltete Ratschläge dazu kursieren. Bei einer schmerzhaften, geschwollenen oder harten Stelle in der Brust kann der Impuls entstehen, diese kräftig "wegzumassieren".

Kräftige oder tiefe Massage wird bei Entzündungsbeschwerden jedoch abgeraten. Zu viel Druck kann das Gewebe zusätzlich reizen. Aktuelle professionelle Leitlinien betonen daher, dass jeglicher Druck auf die Brust sanft bleiben sollte.

Haben Sie zunehmende Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Fieber oder fühlen Sie sich krank? Oder verschwinden Ihre Beschwerden nicht? Dann massieren Sie nicht selbst weiter in der Hoffnung, dass es von alleine besser wird, sondern kontaktieren Sie Ihren Hausarzt, Ihre Hebamme oder einen Experten für Stillen.

Wärme und Massage kombinieren

Manche Mütter finden es angenehm, sanfte Massage mit Wärme zu kombinieren, zum Beispiel vor einer Abpumpsitzung. Das geht einfach mit den Händen und einer angenehmen Wärmequelle.

Ich persönlich finde es vor allem wichtig, dass so etwas kein obligatorischer Bestandteil des Abpumpens wird. Sie brauchen kein Massagegerät, um gut abpumpen zu können. Wenn Sie Wärme und Massage jedoch angenehm finden, kann ein Hilfsmittel es erleichtern, dies in Ihre Routine aufzunehmen.

Innerhalb von Youha haben wir dafür zum Beispiel den Warm Relief entwickelt, mit dem Wärme und Massage kombiniert werden können. Ich würde ein solches Produkt vor allem als Hilfsmittel für Komfort und Entspannung rund um eine Abpumpsitzung sehen und nicht als Lösung für medizinische Beschwerden oder als Garantie, dass Sie mehr Milch produzieren werden.

Häufig gestellte Fragen zur Brustmassage

Wir beantworten einige häufig gestellte Fragen zur Brustmassage während der Still- und Abpumpzeit.

Muss ich meine Brüste vor jeder Abpumpsitzung massieren?

Nein. Brustmassage ist keine Voraussetzung, um abpumpen zu können. Manche Mütter empfinden eine kurze, sanfte Massage als angenehme Vorbereitung, während andere kein Bedürfnis danach haben. Achten Sie vor allem darauf, was für Sie angenehm ist.

Sorgt Brustmassage für mehr Muttermilch?

Brustmassage kann bei einigen Müttern den Milchfluss oder die Milchentfernung während des Abpumpens unterstützen, das bedeutet jedoch nicht, dass Massage automatisch Ihre Milchproduktion erhöht. Die Milchproduktion wird von mehreren Faktoren beeinflusst.

Darf Brustmassage schmerzen?

Nein. Massage und Brustkompression sollten sanft und angenehm bleiben. Hören Sie auf, wenn die Massage schmerzt, und versuchen Sie nicht, eine schmerzhafte oder harte Stelle mit festem Druck wegzumassieren.

Kann ich Wärme vor dem Abpumpen verwenden?

Einige Mütter empfinden angenehme Wärme vor dem Abpumpen als wohltuend. Verwenden Sie Wärme immer angenehm und nicht zu heiß. Bei schmerzhaften, roten oder geschwollenen Brüsten ist Wärme nicht automatisch der richtige Ansatz; lassen Sie bei anhaltenden oder schwerwiegenden Beschwerden einen Experten hinzuziehen.

Zum Schluss

Brustmassage kann ein angenehmer Bestandteil des Stillens oder Abpumpens sein, aber versuchen Sie, keine Verpflichtung daraus zu machen. Ein paar Minuten sanfte Massage, Entspannung oder Brustkompression kann für manche Mütter angenehm wirken; für andere bringt es wenig.

Was ich vor allem wichtig finde, ist, dass Sie weiterhin gut auf Ihren Körper hören. Brustmassage muss nicht hart sein, um effektiv oder angenehm zu sein. Schmerz ist kein Zeichen dafür, dass Sie härter massieren sollten.

Erleben Sie anhaltende Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Fieber oder Probleme mit Ihrer Milchproduktion? Dann suchen Sie professionelle Hilfe. Ein Hilfsmittel kann Komfort bieten, ersetzt aber keinen medizinischen oder stillberatenden Rat bei tatsächlichen Beschwerden.

Über den Autor

Elles ist Mutter und eng in Youha sowie in die Entwicklung und Anwendung unserer Produkte involviert. Aus ihrer eigenen Erfahrung und den täglichen Fragen bei Youha weiß sie, dass Stillen und Abpumpen für jede Mutter anders verlaufen.

"Mein wichtigster Rat zur Brustmassage ist eigentlich ganz einfach: Seien Sie sanft zu Ihrem Körper. Massage muss nicht schmerzhaft sein und härter ist nicht automatisch besser. Ich persönlich sehe Wärme und Massage vor allem als etwas, das Komfort und Entspannung rund um eine Abpumpsitzung bieten kann. Wenn Sie wirklich Schmerzen haben oder Beschwerden immer wiederkehren, lassen Sie lieber jemanden mit Stillwissen daraufschauen."

Liebe Grüße,
Elles Jannink-Baak
Youha Produktexpertin

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